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Dienstag 9.6.2026
Jeder Rückschlag kann genau das sein, was Sie dazu bringt, weiterzumachen, hart zu kämpfen und viel besser zu werden.
- Les Paul -
amerikanischer Gitarrist und Techniker
* 9.6.1915 Waukesha, Wisconsin
12.8.2009 White Plains, New York

Kommentar zum Zitat des Tages
24. KW 2026
Das Problem der Zeitungsberichterstattung liegt darin, dass das Normale uninteressant ist.
- Saul Bellow -
amerikanischer Schriftsteller
* 10.6.1915 Lachine bei Montreal
5.4.2005 Brookline, Massachusetts

Kommentar zum Zitat der Woche
Juni 2026
Das Gesetz ist die gemeinsame Kraft, die organisiert wurde, um der Ungerechtigkeit Einhalt zu gebieten.
- Frédéric Bastiat -
französischer Nationalökonom und Politiker
* 29.6.1801 Mugron bei Bayonne
24.12.1850 Rom

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01.07.10 : So kommt die SPD nie wieder an die Macht
Diesen Kommentar habe ich aus rhetorischer und nicht aus politischer Sicht verfasst. Wenn Sie Mitglied der SPD sind und sich zu Unrecht von mir angegriffen fühlen, dann bieten Sie bitte eine bessere politische Alternative an und beschimpfen nicht nur die anderen Parteien.

Joachim Gauck als Gegenkandidaten zur Wahl des Bundespräsidenten aufzustellen, war ein genialer Schachzug, aber auch nicht mehr, es muss im nachhinein nichts Unrealistisches in diesen Vorgang hinein interpretiert werden. Joachim Gauck kann von den LINKEN aus ideologischen Gründen nicht gewählt werden, weshalb er nie eine wirkliche Chance hatte.

Kaum ist Christian Wulff neuer Bundespräsident, macht die SPD-Spitze mit Ihren Kommentaren zur Wahl deutlich, dass sie keine Gefahr für die schwarz-gelbe Koalition darstellt.

Andrea Nahles und Siegmar Gabriel beschimpfen DIE LINKE, weil sie angeblich eine historische Chance verpasst hätten. Ist das das neue politische Programm der SPD? Wenn die SPD einen Kandidaten hätte aufstellen wollen, der eine reale Chance gehabt hätte von den LINKEN gewählt zu werden, so hätte sie einen anderen Kandidaten benennen müssen und nicht die zwanzig Jahre ältere Ausgabe von Christian Wulff.

Wenn ich die Wahl habe, zwischen zwei fast identischen, politischen Aussagen und einem Kandidaten der besser aussieht und deutlich jünger ist, warum soll ich dann die Kopie wählen? Ein Kandidat, der für DIE LINKE wählbar gewesen wäre, hätte allerdings keine Stimmen aus der Regierungskoalition bekommen, weshalb es auch dann nicht gereicht hätte. Was fabuliert die Spitze der SPD da? Wenn die SPD Joachim Gauck wirklich hätte durchsetzen wollen, dann hätte sie, so wie von Gregor Gysi gefordert wurde, sich heimlich mit den LINKEN für den ersten Wahlgang verabreden müssen. Mit den Abweichlern von Schwarz-Gelb, die von dieser „neuen Koalition“ überrascht worden wären, hätte es dann gereicht. Aber wer soll so etwas inszenieren? Wo ist der neue Herbert Wehner?

Andrea Nahles behauptete heute morgen, dass Christian Wulff nur durch die Stimmenthaltung der LINKEN zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Hallo, welche Note hatten wir den in Mathematik, Frau Nahles?
Billige Polemik ersetzt keine politischen Inhalte! 625 Stimmen sind zwei Stimmen mehr als die absolute Mehrheit und 496 Stimmen hätten im dritten Wahlgang gereicht, da Joachim Gauck nur 495 Stimmen bekommen hat. Schwarz-Gelb hat die Kanzlerin ein wenig zittern lassen, aber der Kandidat der Regierungskoalition wurde mit den eigenen Stimmen gewählt und nicht von den LINKEN.

Angela Merkel hat erneut keine gute Figur abgegeben, Entschuldigung, ich meine nicht ihre körperliche Erscheinung, sondern die Form ihres Umgangs mit Kritik und Krisen. Wo ist Ihre Fähigkeit zur Moderation geblieben, die sie in der großen Koalition zu einer so starken Kanzlerin gemacht hat? Das Prinzip Helmut Kohl, Gerhard Schröder „Ich dulde keine anderen Köpfe neben mir und basta!“ ist nicht mehr zeitgemäß und hat sich überlebt. Und liebe SPD, wenn Ihr schon glaubt, dass ihr mit eurer Politik eine Alternative darstellt, dann müsst Ihr schon einen charismatischen Rhetoriker wie Jörg Haider aus dem Hut zaubern. Die Alten werden euch keine Mehrheit bescheren. Rentner wollen nicht von anderen Rentnern regiert werden!

Bei aller inhaltlichen Kritik an der Regierungskoalition bilden Philipp Rösler, Christian Lindner, Ursula von der Leyen, Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff die bessere personelle Alternative und deshalb und weil der Schock der Abstimmung seine Wirkung hinterlassen hat, wird Schwarz-Gelb bis 2013 durchhalten.